Entlastung der Verdauungsorgane durch CHT

Früher waren in unserer Praxis durchaus mal Sätze zu hören wie „Der Darm hat Darm gelernt“ oder „der Körper kann sich sehr gut selbst regulieren, wenn man ihn homöopathisch unterstützt".
2014 lernten wir allerdings die Colon-Hydro-Therapie zur Unterstützung bei Entgiftungsprozessen kennen. Wenn der Körper Gifte nicht loswerden kann, ist unter Umständen die beste Therapie machtlos. Ganz diffizil wird es, wenn es sich um Gifte handelt, die fettlöslich sind (und das ist das Problem an den meisten Giften). Sie werden mit den Fetten über die Galle abgeführt.
Die Galle aber landet, wenn sie aus der Leber bzw. Gallenblase kommt, im Darm - wo die Gifte wieder aufgenommen werden! Dadurch kann es für den Körper sehr schwierig werden, fettlösliche Gifte los zu werden. Hier setzt die Colon-Hydro-Therapie an: Es wird der gesamte Dickdarm gespült und wenn es gut läuft „lässt auch der Dünndarm los“, im besten Fall kommt auch noch Gallenflüssigkeit heraus. Insbesondere in Verbindung mit parallel durchgeführten Entgiftungs-Therapien ist die sanfte Darmreinigung daher ein wertvolles Therapie-Instrument.

Reflexzonen im Darm

Es gibt aber auch andere Zusammenhänge, in denen eine Colon-Hydro-Therapie hilfreich sein kann. Der Darm hat - wie die Füße oder Ohren - Reflexzonen. Der Dickdarm kann Stoffe, die er nicht mag, abkapseln und einfach in der Darmwand ablegen. Diese abgekapselten Stoffe können mit einer Schleimschicht umfangen werden, in der sich z.B. Pilze oder Fremdkeime wohlfühlen. An dieser Stelle werden unter Umständen Toxine produziert, die die Reflexzone negativ beeinflussen. Spült man die Stelle frei, können sich in der Folge Beschwerden, die durch die Abkapselungen an dieser Stelle gestört worden waren, zurückbilden. Wir haben eine Patientin, die nach der Colon-Hydro-Behandlung immer wieder besser sieht und ihre Brille nicht mehr braucht. Möglicherweise hat sie eine Neigung zu Ablagerungen an der Reflexzone für die Augen. Hier muss man dann auch beachten, dass es sinnvoll sein kann, die Ernährung um zu stellen, damit der Darm sich auch richtig erholen kann. Es sei nur nebenbei gesagt: durch unsere heutige Ernährung belasten wir unseren Darm so sehr, dass er sich oft nicht mehr selbst helfen kann - auch deshalb kann eine Colon-Hydro-Behandlungsreihe sehr sinnvoll sein.

Ein weiterer Einsatzbereich sind natürlich Verstopfungen. Der Darm ist träge und kann, wie bei Kneipp´schen Güssen durch den Wechsel von warmen und kalten Spülungen aktiviert werden. Der Darm wird auch als zweites Gehirn bezeichnet, weil er so viele Nervenzellen hat. Das bedeutet, dass er - das mag seltsam klingen, ist aber wahr - lernen kann. Er kann lernen, wie er sich wieder aktiv am Leben beteiligt. Colon-Hydro-Therapie ist eine hervorragende und unschädliche Möglichkeit, den Darm zu aktivieren.

Darm-Fehlhaltungen stören die Verdauung

Übrigens kommt es durch unsere heutige Lebensweise und Ernährung auch zu „Fehlhaltungen“ des Darms. Der Darm liegt dann nicht dort, wo er liegen sollte, „hängt durch“ oder ist verdreht. Auch hier kann die Colon-Hydro-Therapie helfen. Der Dickdarm wird während der Therapie vollständig mit Wasser gefüllt und kann sich - wie ein Fahrradschlauch durch Aufpumpen schön rund passend für den Reifenmantel wird - an seinen Platz zurück legen. Einer Patientin mit Refluxproblemen des Magens (Sodbrennen) ging es nach der Colon-Hydro-Therapie deutlich besser. Wahrscheinlich hat der Darm im Lauf der Colon-Hydro-Therapie die Lage des Magens im Bauchraum beeinflusst, so dass seine Verschlussfunktion sich verbessert hat.

Es gibt aber auch viele andere Beschwerden, bei denen die Colon-Hydro-Therapie sehr gut tun kann, wie z.B. bei Migräne, Heuschnupfen, Verdauungsstörungen, Neurodermitis und andere Hauterkrankungen.

Falls Sie weitere Informationen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, können Sie sich gerne zu unseren offenen Sprechzeiten bei uns melden.